Folgende Anpassungen kannst du direkt in deinem NETZCOCKTAIL-System vornehmen, um die Barrierefreiheit deiner Website zu verbessern:
- Beschreibungen für Bilder (ALT-Texte) hinterlegen
- Beschreibungen für Menüpunkte hinterlegen
- Zitate, Abkürzungen und Fremdwörter korrekt auszeichnen
- Video- und Audioinhalte zugänglich machen
- Felder im Formulargenerator korrekt beschriften und aussagekräftige Fehlermeldungen hinterlegen
- Inhalte nicht nur über Bilder kommunizieren
- Wichtige Informationen nicht nur durch Farben hervorheben
- Begrifflichkeiten
Beschreibungen für Bilder (ALT-Texte) hinterlegen
ALT-Texte (kurz für Alternativtexte) machen Bilder auf einer Website für alle Nutzer zugänglich.
Sie werden von "Screenreadern" vorgelesen, sodass auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen den Bildinhalt erfassen können. Außerdem erscheinen sie, wenn ein Bild nicht geladen wird, und unterstützen Suchmaschinen dabei, den Inhalt der Website besser zu verstehen.
Ein guter ALT-Text beschreibt das Bild so, dass dessen Aussage auch ohne visuelle Darstellung nachvollziehbar ist.
Zusätzlich zum ALT-Text kann auch ein Titel für ein Bild hinterlegt werden. Dieser wird angezeigt, wenn man mit der Maus über das Bild fährt. Für die Barrierefreiheit ist der Titel allerdings nicht zwingend erforderlich – im Gegensatz zum ALT-Text, der eine zentrale Rolle spielt.
Wie sollten gute ALT-Texte aussehen?
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Inhalt treffend wiedergeben:
ALT-Texte sollten Bilder so beschreiben, dass sich Nutzer eine klare Vorstellung davon machen können. Stell dir vor, du beschreibst einer anderen Person am Telefon, was auf dem Bild zu sehen ist – kurz, präzise und anschaulich.
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Kurz und präzise formulieren:
ALT-Texte sollten die wesentlichen Informationen enthalten – ohne unnötige Details. Sie sollten so knapp wie möglich, aber so informativ wie nötig sein. Da viele "Screenreader" längere Texte abschneiden, sind maximal 125 Zeichen empfehlenswert.
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Unnötige Einleitungen vermeiden: Beginne ALT-Texte nicht mit „Bild von …“ oder „Grafik zeigt …“. Es ist bereits klar, dass es sich um ein Bild handelt.
- ALT-Texte nicht leer lassen: Bilder mit inhaltlicher Relevanz müssen mit einem ALT-Text versehen werden. Dekorative Bilder – etwa rein gestalterische Elemente wie Muster, Symbole oder Hintergrundgrafiken – benötigen hingegen keinen ALT-Text.
🧑💻 Empfehlungen
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Selbstbeschreibend und eindeutig
Der ALT-Text muss den Bildinhalt verständlich machen – auch ohne das Bild zu sehen.
✅ „Vier Basketballspielerinnen in Trikots, eine wirft den Ball in den Korb.”
❌ „Bild von 4 Personen beim Spiel.”
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Relevante Informationen nennen
Beschreibe, was wichtig oder inhaltlich entscheidend ist – nicht jedes Detail.
✅ „Spielszene mit vier Basketballspielerinnen in Aktion, eine Spielerin kurz nach dem Wurf.”
❌ „Helle Sporthalle mit Fenstern, Basketballkorb, vier Spielerinnen, weiße Wände, hellblauer Prallschutz, Fensterstreben …”
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Keine reinen Dateibeschreibungen
ALT-Texte sollen nicht beschreiben, dass es ein Bild ist – das ist technisch bereits klar.
✅ „Basketballspielszene mit aktivem Korbwurf.”
❌ „Foto von einem Basketballspiel.”
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Klare, einfache Sprache verwenden
Fachbegriffe nur verwenden, wenn sie allgemein verständlich sind.
✅ „Basketballspielerin wirft den Ball in Richtung Korb.”
❌ „Wurf aus der Mitteldistanz während eines Transition Plays.”
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Keine rein visuellen Hinweise
Verweise auf Farben, Positionen oder visuelle Merkmale helfen nicht ohne Kontext.
✅ „Spielszene mit vier Spielerinnen vor dem Korb in heller Sporthalle.”
❌ „Vier Spielerinnen links im Bild – eine wirft, der Korb ist mittig zu sehen.”
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Kontext beachten – aber nicht voraussetzen
ALT-Texte müssen auch unabhängig vom restlichen Text Sinn ergeben.
✅ „Korbleger durch Spielerin während eines Basketballspiels in der Halle.”
❌ „Wie oben beschrieben.” oder „Diese Szene zeigt es.”
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Keine rein dekorativen Inhalte beschreiben
Wenn das Bild nur Schmuck ist (z. B. Muster, Rahmen, Trennlinie), keinen ALT-Text vergeben.
✅ ALT-Attribut leer lassen.
❌ „Blaue Wellenlinie zur Verzierung.”
So setzt du ALT-Texte bei Bildern
ALT-Texte werden über den "Media-Manager" gesetzt. Um diesen zu öffnen, gehe wie folgt vor:
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Webseiten-Editor öffnen: Öffne den Webseiten-Editor, um die Inhalte der Website zu bearbeiten.
- Media-Manager aufrufen: Klicke in der Administrationsleiste auf das Bild-Icon, um den "Media-Manager" in einem neuen Fenster zu öffnen.
Im "Media-Manager" empfiehlt es sich zunächst, alle Bilder anzeigen zu lassen, die überhaupt auf der Website verwendet werden.
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Ordner auswählen: Wähle auf der linken Seite, im Bereich: "Ordnerstruktur" den Ordner aus, der die Bilder enthält, bei denen ALT-Texte ergänzt werden sollen.
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Verwendete Bilder filtern: Wähle in der Mitte, im Bereich: "Dateien" im blauen Auswahlbereich die Option „Verwendete Dateien anzeigen“ aus, um nur die aktuell eingebundenen Bilder anzuzeigen.
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ALT-Texte bearbeiten: Klicke ein Bild an und trage im rechten Bereich: "Vorschau" den gewünschten ALT-Text in das entsprechende Feld ein.
- Änderungen speichern: Klicke auf „Speichern“, um den ALT-Text zu übernehmen.
Beschreibungen für Menüpunkte hinterlegen
Menüpunkte sollten nicht nur klar benannt, sondern auch mit einer ergänzenden Beschreibung versehen werden. Diese Beschreibung wird automatisch bei allen Verlinkungen auf diesen Menüpunkt im Quelltext der Website hinterlegt und kann von "assistiven Technologien" wie "Screenreadern" ausgelesen werden.
So erhalten blinde oder sehbehinderte Nutzerinnen und Nutzer sowie Menschen mit kognitiven Einschränkungen zusätzliche Hinweise, bevor sie einen Link anklicken.
Besonders wichtig ist diese Funktion bei Verlinkungen mit wenig aussagekräftigem Inhalt – etwa bei verlinkten Bildern, Icons oder Texten wie "mehr erfahren".
Wie sollte eine aussagekräftige Menüpunkt-Beschreibung aussehen?
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Ziel der Verlinkung klar benennen: Die Beschreibung sollte zusätzliche Informationen zum Menüpunkt liefern und deutlich machen, was Nutzer auf der verlinkten Seite erwartet.
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Kurz und verständlich formulieren: Die Beschreibung sollte präzise sein und die wichtigsten Inhalte in wenigen Worten zusammenfassen. Zu lange oder vage Formulierungen erschweren es, den Zweck des Menüpunkts schnell zu verstehen.
🧑💻 Empfehlungen
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Selbstbeschreibend und kontextfrei
Die Beschreibung sollte den Inhalt des Menüpunkts klar beschreiben und deutlich machen, was den Nutzer auf der Zielseite erwartet.
✅ „Trainingszeiten der Abteilung Handball”
✅ „Ergebnisse der Vereinsmeisterschaft 2024”
✅ „Anmeldung für das Handball-Probetraining”
❌ „Trainingszeiten”
❌ „Unsere Highlights im Überblick”
❌ „Infos”
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Kurz und präzise
Vermeide ausschweifende Sätze oder unnötige Füllwörter.
✅ „Informationen zur Mitgliedschaft im Verein”
✅ „Kontaktdaten der Geschäftsstelle”
❌ „Hier findest du alle wichtigen Infos zu den aktuellen Mitgliedschaftsregelungen unseres Vereins.”
❌ „Wenn du uns erreichen willst, findest du hier die Kontaktdaten der Geschäftsstelle.”
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Klare, einfache Sprache verwenden
Fachbegriffe, Abkürzungen oder interne Kürzel sind oft unverständlich.
✅ „Leichtathletik für Kinder”
❌ „LA Kids”
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Einheitliche Struktur im Menü
Verwende durchgängig vergleichbare Begriffe und eine einheitliche Schreibweise.
✅ „Trainingszeiten Fußball”, „Trainingszeiten Handball”
❌ „Fußballzeiten”, „Handball-Termine”
So hinterlegst du Menüpunkt-Beschreibungen
Beschreibungen der Menüpunkte können über das Backend gesetzt werden. Um diese zu hinterlegen, gehe wie folgt vor:
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Den Punkt "Navigation“ aufrufen: Wähle im linken Menü den Punkt „Website“ und klicke anschließend auf „Navigation“, um die aktuelle Menüstruktur der Website anzuzeigen.
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Beschreibung hinterlegen: In der Navigationsübersicht werden alle Menüpunkte der Website aufgelistet. Klicke auf den gewünschten Menüpunkt, um die Bearbeitung des Menüpunkts zu öffnen. Trage unter dem Punkt „Beschreibung“ die gewünschte Beschreibung für den Menüpunkt ein.
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Speichern und wiederholen: Klicke auf "Speichern“ und kehre zur Navigation zurück, um den Vorgang für weitere Menüpunkte zu wiederholen.
Zitate, Abkürzungen und Fremdwörter korrekt auszeichnen
Damit Inhalte für alle Nutzer verständlich sind, sollten Zitate, Abkürzungen und Fremdwörter im Text-Editor korrekt ausgezeichnet werden.
Diese Auszeichnung unterstützt nicht nur die optische Darstellung, sondern sorgt auch dafür, dass "Screenreader" den Text richtig interpretieren und wiedergeben.
Die richtige Auszeichnung verbessert außerdem das Verständnis für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, da Erklärungen direkt im Text verfügbar sind.
Ohne diese Formatierungen können Abkürzungen unverständlich vorgelesen, Fremdwörter falsch ausgesprochen oder Zitate nicht als solche erkannt werden.
Wie sollten gute Auszeichnungen aussehen?
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Zitate als solche kennzeichnen: Markiere direkte Zitate im Text-Editor als Zitat, damit sie optisch hervorgehoben und von "Screenreadern" als solche erkannt werden.
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Abkürzungen mit Erklärung versehen: Hinterlege bei Abkürzungen die ausgeschriebene Form, damit "Screenreader" sie richtig vorlesen können.
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Fremdwörter und Fachbegriffe verständlich machen: Fremdwörter oder Fachbegriffe sollten durch eine kurze Erklärung ergänzt werden, damit sie richtig verstanden werden – sowohl von Menschen als auch von "unterstützender Technologie".
🧑💻 Empfehlungen
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Zitate als solche kennzeichnen
✅ „Das ist der schönste Tag meines Lebens“, sagte die Trainerin. (Ausgezeichnet als "Zitat")
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Abkürzungen erklären
✅ „Das Training der U19 findet jeden Dienstag statt.” ("U19" auszeichnen als "Abkürzung": "Unter 19 Jahren")
✅ „Der DOSB ist die Dachorganisation des gemeinnützigen Sports in Deutschland" ("DOSB" auszeichnen als "Abkürzung": "Deutscher Olympischer Sportbund")
✅ „Die EU ist ein Staatenverbund aus.." ("EU" auszeichnen als "Abkürzung": "Europäische Union")
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Fremdwörter und Fachbegriffe verständlich machen
✅ „Im Basketball wird ein Fastbreak genutzt …” ("Fastbreak" auszeichnen als "Fremdwort": "Schneller Angriff" in der Sprache: "englisch")
✅ „Im letzten Meeting wurde einstimmig beschlossen…” ("Meeting" auszeichnen als "Fremdwort": "Treffen" in der Sprache: "englisch")
So setzt du Text-Auszeichnungen
Gehe wie folgt vor, um Zitate, Abkürzungen und Fremdwörter im Text-Editor so auszuzeichnen, dass sie korrekt gelesen und verstanden werden können.
Die Inhalte werden dabei nicht nur optisch hervorgehoben, sondern auch technisch so integriert, dass "assistive Technologien" sie richtig vorlesen.
Zusätzlich wird bei Abkürzungen und Fremdwörtern eine Erklärung eingeblendet, wenn Nutzer mit der Maus über das Wort fahren.
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Baustein bearbeiten: Öffne den entsprechenden Text-Baustein über das Stift-Symbol, um ihn zu bearbeiten.
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Text auswählen: Markiere den Textabschnitt, der ausgezeichnet werden soll.
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Kennzeichnung wählen: Wähle in der Bearbeitungsleiste das entsprechende Symbol aus – je nachdem, ob es sich um ein Zitat, eine Abkürzung oder ein Fremdwort handelt.
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Zitate kennzeichnen (Anführungszeichen, Abb. links): Klicke in der Bearbeitungsleiste auf das Symbol „Zitatblock“, um den markierten Textabschnitt als Zitat auszuzeichnen.
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Abkürzung kennzeichnen (Buch, Abb. Mitte): Klicke in der Bearbeitungsleiste auf das Symbol für "Abkürzung“, um den markierten Textabschnitt als Abkürzung zu kennzeichnen und eine Erklärung zu hinterlegen.
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Fremdwörter kennzeichnen (Fahne, Abb. rechts): Klicke in der Bearbeitungsleiste auf das Symbol für "Fremdwort“, um das markierte Wort als Fremdwort zu kennzeichnen und eine Übersetzung sowie die Sprache zu hinterlegen.
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Zitate kennzeichnen (Anführungszeichen, Abb. links): Klicke in der Bearbeitungsleiste auf das Symbol „Zitatblock“, um den markierten Textabschnitt als Zitat auszuzeichnen.
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Speichern: Klicke auf „Speichern“, um die Änderungen zu übernehmen und die Auszeichnungen im Text sichtbar zu machen.
Video- und Audioinhalte zugänglich machen
Nicht alle Nutzer können Audio- oder Videoinhalte uneingeschränkt wahrnehmen. Menschen mit Hörbeeinträchtigungen sind auf Untertitel oder schriftliche Alternativen angewiesen, während blinde oder sehbehinderte Nutzer ohne eine Audiodeskription wichtige visuelle Informationen verpassen. Auch in Alltagssituationen – etwa wenn ein Video ohne Ton abgespielt wird – sind zugängliche Inhalte hilfreich.
Da "Screenreader" ausschließlich Texte erfassen, sollten zentrale Informationen aus Videos oder Audiodateien zusätzlich in schriftlicher Form zur Verfügung stehen. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen sind Untertitel besonders wichtig, da sie gesprochene Inhalte sichtbar machen.
So stellst du Video- und Audioinhalte auf verschiedene Arten bereit
Damit alle Nutzer Zugriff auf die Inhalte haben, sollten Audio- und Videoinhalte barrierefrei aufbereitet werden. Dazu gehören:
- Schriftliche Zusammenfassungen oder Transkripte
- Untertitel
- Audiodeskriptionen
Zusammenfassung oder Transkript erstellen
Für wen ist das hilfreich?
Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, Nutzer von Screenreadern oder Braillezeilen sowie alle, die keine Möglichkeit haben, Audio- oder Video abzuspielen.
Wie erstelle ich das?
Verfasse einen verständlichen Fließtext, der die zentralen Inhalte des Audio- oder Videobeitrags wiedergibt. Dies kann entweder eine kurze inhaltliche Zusammenfassung oder ein vollständiges Transkript des gesprochenen Textes sein. Wichtig ist, dass alle wesentlichen Informationen enthalten sind – unnötige Details können weggelassen werden.
Wie binde ich es ein?
Der Text sollte direkt beim jeweiligen Medium platziert werden, sodass Nutzer und Nutzerinnen schnellen Zugang erhalten. Du kannst dazu beispielsweise einen Text-Baustein verwenden.
Untertitel bereitstellen
Für wen ist das hilfreich?
Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, aber auch für alle, die Inhalte ohne Ton konsumieren möchten – z. B. in öffentlichen Räumen oder in lauter Umgebung.
Wie erstelle ich das?
Untertitel können manuell in gängigen Videoschnitt-Programmen (z. B. Adobe Premiere Pro, DaVinci Resolve) oder mit Online-Tools erstellt und als SRT- oder VTT-Dateien abgespeichert werden. Wichtig ist, dass nicht nur der gesprochene Text, sondern auch relevante Hintergrundgeräusche oder Sprecherwechsel gekennzeichnet werden. Viele Plattformen wie YouTube bieten auch automatische Untertitel an – diese sollten jedoch möglichst nachbearbeitet und korrigiert werden.
Wie binde ich es ein?
Um ein Video mit Untertiteln zu ergänzen, muss der Baustein "Barrierefreies Video" verwendet werden. Die Untertitel-Dateien im SRT- oder VTT-Format können direkt im Baustein "Barrierefreies Video“ oder vorab über den "Media-Manager" hochgeladen werden. Anschließend wird die Untertitel-Datei dem Video zugeordnet, sodass beide zusammen ausgegeben werden können.
Gehe dazu wie folgt vor:
- Öffne die Bearbeitung des Bausteins "Barrierefreies Video“ und wechsle in den "Reiter: Inhalt“.
- Wähle im Bereich:"Untertitel“ die Sprache der Untertitel aus (z. B. "Deutsch") und klicke auf "Hinzufügen“.
- Klicke anschließend auf "Untertitel Datei wählen“. Dadurch öffnet sich der "Media-Manager".
- Wähle im Bereich: "Dateien“ die zuvor hochgeladene SRT- oder VTT-Datei aus.
- Klicke im Bereich "Vorschau" auf "Datei einsetzen".
- Klicke abschließend im Baustein "Barrierefreies Video“ auf "Speichern“, damit die Untertitel zusammen mit dem Video ausgegeben werden können.
Audiodeskription einfügen
Für wen ist das hilfreich?
Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, die visuelle Inhalte wie Szenenwechsel, Gestik oder Text-Einblendungen nicht sehen können.
Wie erstelle ich das?
Eine Audiodeskription ist eine zusätzliche Tonspur oder eingesprochene Erklärung, die beschreibt, was im Bild zu sehen ist. Sie wird zwischen den Dialogen eingefügt, ohne diese zu überlagern. Die Produktion erfordert ein gutes Gespür für Sprache und Timing – je nach Aufwand kann sie selbst eingesprochen oder professionell erstellt werden. Wir empfehlen die Audiodeskriptionsdatei im MP3-Format zu speichern.
Wie binde ich es ein?
Um ein Video mit einer Audiodeskription zu ergänzen, muss der Baustein "Barrierefreies Video" verwendet werden. Die Audiodeskription als MP3-Datei kann direkt im Baustein "Barrierefreies Video“ oder vorab über den "Media-Manager" hochgeladen werden. Anschließend wird die Datei dem Video zugeordnet, sodass beide zusammen ausgegeben werden können.
Gehe dazu wie folgt vor:
- Öffne die Bearbeitung des Bausteins "Barrierefreies Video“ über einen Klick auf das Stift-Symbol.
- Navigiere im Reiter "Inhalt“ zu dem Bereich "Audiodeskription“ und klicke auf "Audio wählen". Dadurch öffnet sich der "Media-Manager".
- Wähle im Bereich: "Dateien“ die zuvor hochgeladene MP3-Datei aus.
- Klicke im Bereich "Vorschau" auf "Datei einsetzen".
- Wähle anschließend im Baustein "Barrierefreies Video" im Bereich "Audiodeskription" die Sprache deiner Audiodeskription aus.
- Klicke anschließend auf "Speichern“, damit die Audiodeskription zusammen mit dem Video abgespielt werden kann.
Felder im Formulargenerator korrekt beschriften und aussagekräftige Fehlermeldungen hinterlegen
Im Formulargenerator-Baustein sollten Feldbezeichnungen der jeweiligen Formular-Elemente immer als Beschriftung des entsprechenden Formularfelds hinterlegt werden – nicht als separate Überschrift oder in einem vorgeschalteten Textblock.
So können "assistive Technologien" die Zuordnung eindeutig erkennen und korrekt vorlesen.
Auch Fehlermeldungen sollten möglichst verständlich formuliert sein. Sie müssen das betroffene Eingabefeld stets eindeutig benennen, damit Nutzer genau wissen, wo die Korrektur erforderlich ist. Klicke hier, um mehr über den Formulargenerator-Baustein zu erfahren.
Warum ist das wichtig für die Barrierefreiheit?
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Screenreader-Unterstützung: Beschriftungen, die direkt mit dem Eingabefeld verknüpft sind, werden von "Screenreadern" automatisch vorgelesen, sobald das Feld fokussiert wird.
Überschriften hingegen stehen technisch getrennt und erschweren die Orientierung.
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Bessere Navigation: Wer das Formular mit der Tastatur durchläuft, erkennt dank der Beschriftung sofort, welches Feld aktiv ist.
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Mehr Klarheit für alle Nutzer: Direkte Beschriftungen sorgen für eine eindeutige Zuordnung und verbessern die allgemeine Benutzerfreundlichkeit. Ein zusätzlicher Vorteil: Wird die Beschriftung angeklickt, wird automatisch das dazugehörige Eingabefeld fokussiert.
Gehe wie folgt vor, um die Beschriftung zu hinterlegen:
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Baustein bearbeiten: Klicke auf das Stift-Symbol, um den Baustein zu bearbeiten.
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Formular auswählen: Wähle in einem "Formulargenerator-Baustein" im Reiter: "Formulare“ das gewünschte Formular aus und klicke auf „Bearbeiten“.
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Element bearbeiten: Scrolle zur "Tabelle: Elemente“ und klicke in der Spalte „Aktionen“ auf das blaue Stift-Symbol des Elements, dem du eine Beschriftung zuweisen möchtest.
💡 Tipp: Eine Beschriftung sollte für alle Elemente im Formular hinterlegt werden.
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Beschriftung eintragen: Gib eine klare und verständliche Beschriftung für das gewählte Element ein.
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Fehlermeldung eintragen (optional): Falls für das Element eine Fehlermeldung eingeben werden kann, sollte diese ausführlich den Eingabefehler beschreiben und das betroffene Feld benennen.
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Speichern: Klicke auf „Speichern“, um die Änderungen zu übernehmen.
Inhalte nicht nur über Bilder kommunizieren
Wichtige Informationen sollten immer in Textform bereitgestellt und nicht als Teil eines Bildes eingebettet werden. Eingebettete Texte können von "assistiven Technologien" wie "Screenreadern" und "Braillezeilen" nicht erfasst werden und bleiben bei deaktivierten Bildern oder langsamer Internetverbindung unsichtbar. Außerdem sind solche Texte nicht responsiv – sie passen sich nicht flexibel an unterschiedliche Bildschirmgrößen an, können nicht in der Schriftgröße oder im Kontrast verändert werden und sind oft schlecht lesbar.
Bilder richtig ergänzen
Alle wichtigen Inhalte sollten als Klartext auf der Website verfügbar sein.
Wenn sich eingebetteter Text in Bildern nicht vermeiden lässt – etwa bei Logos oder Infografiken – muss der enthaltene Text zusätzlich als "ALT-Text" oder direkt unter dem Bild bereitgestellt werden.
Wichtige Informationen nicht nur durch Farben hervorheben
Informationen sollten nicht ausschließlich über Farben vermittelt werden. Farben können Inhalte visuell unterstützen, ersetzen aber keine klaren Texte oder Symbole.
Menschen mit Farbenblindheit oder Sehbeeinträchtigungen erkennen Farbunterschiede oft nicht. Wenn wichtige Informationen nur farblich dargestellt sind, gehen sie für diese Nutzer verloren.
Farben richtig ergänzen
Zusätzlich zur farblichen Darstellung sollten wichtige Informationen immer auch durch erklärende Texte vermittelt werden. So bleiben Inhalte auch für Nutzer verständlich, die Farbunterschiede nicht wahrnehmen können.
In den vom System bereitgestellten Bausteinen wird dies bereits berücksichtigt: Beispielsweise werden Fehlermeldungen in Formularen nicht nur rot hervorgehoben, sondern zusätzlich mit einem Hinweistext versehen.
Begrifflichkeiten
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Assistive Technologien: Assistive Technologien sind Hilfsmittel und Softwarelösungen, die Menschen mit Behinderungen dabei unterstützen, digitale Inhalte zu nutzen.
Dazu zählen unter anderem:
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Screenreader für blinde und sehbehinderte Menschen
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Bildschirmvergrößerungsprogramme
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Spracherkennungssysteme
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Alternative Eingabegeräte, z. B. spezielle Tastaturen oder Augensteuerungen
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Screenreader: Ein Screenreader ist ein Bildschirmleseprogramm, das blinden und sehbehinderten Nutzerinnen und Nutzern den Bildschirminhalt zugänglich macht.
Die Informationen werden entweder akustisch über eine Sprachausgabe oder taktil über eine Braillezeile ausgegeben. Während die Sprachausgabe den Text hörbar macht, ermöglicht die Braillezeile das Lesen in Blindenschrift.
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Braillezeile: Eine Braillezeile ist ein Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen. Sie gibt digitale Texte in Blindenschrift (Braille) aus. Die Braillezeile wird in der Regel mit einem Screenreader gekoppelt, der den Bildschirminhalt in Text umwandelt und an das Gerät überträgt. So können blinde Nutzer Webseiten, Dokumente und andere digitale Inhalte lesen – ganz ohne Audioausgabe.
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Responsive Gestaltung: Eine responsive Website passt sich automatisch an unterschiedliche Bildschirmgrößen und Geräte an. Texte, Bilder und Navigationselemente werden so angeordnet, dass sie auf Smartphones, Tablets und Desktop-Computern gut lesbar und nutzbar bleiben.
Diese Flexibilität verbessert die Bedienbarkeit und stellt sicher, dass alle Nutzerinnen und Nutzer die Website unabhängig vom Endgerät problemlos verwenden können.